Zur Geschichte
Der Name Paradies hält die Erinnerung wach an das Klösterlein "Paradies".
Im 12. Jahrhundert ließen sich im Paradies fromme Frauen nieder, die in ihrem Kloster das Stundengebet pflegten und sich der Krankenpflege annahmen. Im 13. Jahrhundert nahmen sie die Regeln der "Klarissen" an und nannten fortan ihr Kloster "Paradies der Seele". Dieses Kloster wurde 1258 in die Nähe Schaffhausens (Altparadies) verlegt.
Doch die Bewohner des Paradieses hielten das Andenken des Klarissenkosters hoch. In Erinnerung an das Kloster bauten sie im 14. Jahrhundert eine Kapelle, die dem Hl. Lienhard geweiht war. Diese wurde 1624 abgebrochen und 1775 wieder neu erbaut. Die Kapelle war einfach gestaltet und für die zunehmende Einwohnerzahl des Paradieses zu klein.
Eine Paradieser Bürgerversammlung vom 12.10.1921 beschloss daher, die alte Kapelle, die der Stadt gehörte, zu erwerben, abzubrechen und eine neue zu errichten. Gleichzeitig wurde der Kapellenverein gegründert, dessen erste Vorsitzender Stadtpfarrer G.R. Mamir und Stadtrat Kleiner waren. Als neuer Patron wurde St. Martin gewählt. Die Kapelle, in barockem Stil gestaltet, erhielt als Hochaltar einen ehemaligen Barockaltar aus der Pfarrkirche Deggenhausen. Sie bietet Platz für ca. 100 Personen.
Kapellenverein heute zuständig
Zuständig für den Erhalt der Kapelle ist bis heute der "Kapellenverein St. Martin im Paradies-Konstanz e.V.". Durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sonderaktionen der Mitglieder versucht der Kapellenverein, die notwendigen finanziellen Mittel zum Erhalt der Kapelle aufzubringen.
IBAN: DE71 6905 0001 0000 0986 65, BIC: SOLADES1KNZ
bei der Sparkasse Bodensee
Regelmäßige Gottesdienste in der Kapelle finden Sie bitte nachstehend.

